I n k o g n i t o

Aus aktuellem Anlass hat es mich jetzt zur Tastatur gezogen! Wie schön und wie sehr ich das liebe, weil ich weiß, dass jetzt nur noch meine Finger über die Tasten gleiten ohne dass ich nachdenken muss und ohne dass ich irgend etwas an diesem Text zu ändern hätte.

 

Inkognito ... geheim ... verborgen ... verhüllt ... nicht auf den ersten Blick zu erkennen! Das mag ich, und zwar dann, wenn es angebracht erscheint und deswegen vonnöten ist. Bleibt die Frage offen, was ICH denn zu verstecken hätte?? im Grunde garnichts! Wo mir doch stets bewusst ist, dass alle Menschen Teile von MIR sind, die mich als Ganzes rund und vollständig machen. Was bitte gäbe es da zu verheimlichen? Trotzdem habe ich hauptsächlich während meiner

 

 

 

langjährigen Seminartätigkeit die Erfahrung gemacht, dass es nicht immer hilfreich ist, einem Teil von mir "die Augen in Liebe zu öffnen", wenn sich dieser Teil von mir gerade auf einer völlig anderen Ebene des Seins befindet - unten ... manchmal von Selbstzweifeln geplangt ... oder gänzlich an sich zweifelnd. Es hätte niemanden auch nur ein winziges Stück von "unten" nach "oben" gebracht, wenn ich in einem solchen Moment diesem Teil von mir, der sich gerade irgendwo hin verirrtt hatte, Sprüche aus meinem Lebensleitbuch "Kurs in Wundern" zitiert hätte. Natürlich habe ich es anfangs versucht, im guten Glauben und in höchsten Vertrauen, dass die Situation richtig ist, so wie sie ist ... doch immer hat das Ausssprechen, dass wir alle nur Liebe sind, nicht geholfen! Mein Gegenüber blieb eher fassungslos in seiner momentanen Unvorstellbarkeit stecken, SELBST nur Liebe zu sein. 

 

Ich glaube, dass jeder, der in der Erwachsenenbildung tätig ist, solche Situationen kennt - wo genauc DAS nicht hilft, was man selbst so liebend gerne und aus übervollem Herzen vermitteln möchte! Was tun? Wie können wir einem verzweifeltes Menschenbündel wieder empor helfen, das gerade auf der untersten Stufe der Himmelsleiter sitzt? Das kein Wissen jeglicher Art mehr auffnehmen kann und für das die Liebe wie ein unerreichbares Ziel erscheint?

 

Jetzt kommt das Wort meiner Titelzeil ins Spiel. INKOGNITO. Ich bin mir darüber bewusst, in meiner Essenz nur aus Liebe zu bestehen. Ich bin mir auch darüber bewusst, dass diese Tatsache für alle Menschen gleich und daher gültig ist. Das klingt vielleicht ein bisschen komisch, wenn wir an all die Grausamkeiten denken, die tagtäglich passieren. Trotzdem ist und bleibt es wahr. Der Kern eines Menschen besteht nur aus höchster Energie, aus Liebe. Bin ich nun mit einem Teil von mir konfrontiert, der diese Wahrheit vergessen hat ... ja der sie womöglich noch nie kennengelernt hat ... dann ist es mein Auftrag inkognito zu agieren, was bedeutet, dass es mir in diesem Moment der Begegnung genügen muss, für mich selbst zu wissen, dass ich Liebe bin, ein Lehrer Gottes, oder ein Engel - wie auch immer die Bezeichnung lauten mag. Die eigene Bewusstheit darüber, dass ich je nach Bedarf (!) auch ein Inkognito-Engel sein kann, führt aus meiner Erfahrung zu erstaunlichen Lösungen, die sofort intuitiv auftauchen!

 

Ich erinnere mich an ein Seminar mit einer vor Angst geschüttelten Teilnehmerin. Ihre Angst bezog sich auf Feuer und Verbrennungen. Die Entspiegelung des Problems konnte die Frau nicht eine einzige Sprosse höher auf der Hi mmelsleiter befördern. Zitate aus dem "Kurs in Wundern" auch nicht, wie sich ganz rasch heraus stellte. Und ich begriff die Botschaft: Jetzt ist INKOGNITO Agieren angebracht! Intuitiv wusste ich, was das für mich als Semianrleiterin bedeutete: DAS tun, was mir genau JETZT einfällt - auch wenn das überhaupt nicht zum Kursprogramm passt! Oh, wie genial mein lieber Chef im Himmel alles managt ... just zwei Tage vor dem Seminar hatte ich mich mit dem Bügeleisen auf der Hand verbrannt. Ich stand auf, ging zu der Frau hin, umarmte sie und hielt ihr meine fast verheilte Brandblase vor das Gesicht mit der Frage: "Hat diese Verbrennung an meinem innersten Kern etwas verändern können? Was meinst du?"

 

INKOGNITO in Sachen Liebe unterwegs zu sein, bezieht sich nicht auf schicke Sonnenbrillen! Obwohl ich zugebe, dasss ich mir damit ein bisschen leichter tue. Wer liebt, dem schaut ja die Liebe direkt aus den Augen - und auch das finde ich nicht immer angebracht - je nachdem halt ... folgen wir einfach unserem Gefühl und unserer Intution. BE-folgen wir das, was uns die Intuition im Augenblick verrät und handeln wir danach! Das ist nach vielen verblüffenden Erfahrungen immer mein bester Fahrplan gewesen - und er ist noch immer!

 

 

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Kommentare: 6
  • #1

    IkonoeL (Samstag, 18 Juni 2016 14:42)

    ...einfach Christa... :-)

  • #2

    Roswitha Rhomberg (Samstag, 18 Juni 2016 18:14)

    Hallo liebe einfachChristaIkognito! ... ich muß deinen liebevollen AnnehmSatz "... und begegne ich dann einem Teil von mir, der diese Wahrheit vergessen hat ..." einfach hier als erstes wiederholen, denn er sprang mir persönlich entgegen wie ein helfender Gaukler, der seinem Herrn und Meister/in immer den Spiegel vorhalten konnte und das mit einem wissenden Lachen, daß er seine AufGabe damit gleichzeitig erfüllt hat. ... Dankeschön, da war diesmal DEIN Geschenk an MICH, daß ich mir sofort erlaubte, es herauszuholen. ... und können das nicht unsere lieben tierischen Freunde als verkleidete Engel auch so wunderbar, uns IKOGNITO zu lehren und zu heilen ? ... von tierherzuherz Roswitha

  • #3

    Christa Saitz (Sonntag, 19 Juni 2016 11:23)

    Liebe Christa! Ich war vor kurzem so ein verirrtes Wesen, wie du es beschreibst. Daran änderte es nichts, dass ich ja sozusagen eine "Expertin" bin und mich auskennen sollte. Es hat mir überhaupt nicht geholfen, dass mir jemand Zitate aus dem Kurs in Wundern gesagt hat und mich daran erinnert hat, dass er/sie, alle und auch ICH nur reine Liebe sind.
    Ich weiß als SPG-Coach, als Seminarleiterin, aber besonders als Freundin und als Verwandte, dass es oft viel hilfreicher ist, inkognito, wie du das so treffend bezeichnest, aufzutreten.
    Ich vergleiche das so: Wenn ich einem hungrigen Vogerl mit dem Futterschüsserl nachrenne und sogar auf den Baum klettere, um es zu füttern, wird das Vogerl immer davonfliegen. Wenn ich das Schüsserl aber voller Liebe an einem sichtbaren Ort hinstelle und weggehe, wird sich das Vogerl zur rechten Zeit selbst bedienen.
    Für mich waren die Erfahrungen der letzten Tage wie ein WUNDER und ich habe verstanden bzw. ich habe das Wunder erfahren. Ich habe aus Liebe zu MIR den Schritt tun können, der not-wendig war. Ich bin wieder EINS und in Frieden mit mir und ALLEM!
    Ich danke dir von Herzen, dass du inkognito für mich da warst.

  • #4

    Christine (Montag, 20 Juni 2016 19:03)

    Liebe Christa, ich kann deine Geschichte aus eigenem Erleben so gut nachvollziehen... es ist unglaublich wichtig, den Anderen immer von dort abzuholen, wo er/sie sich grade befindet - und das ist eben nicht immer dort, wo ich selber grade bin oder wo ich es erwarte.
    Ihm schlaue Sprüche um die Ohren zu hauen - auch wenn sie im Kern stimmen mögen - hilft eben besonders dann nicht, wenn er/sie sich in einem Ausnahmezustand befindet. Und genau das trifft in dem Moment zu, in dem eine tiefe Verletzung aufgebrochen ist.
    Liebevolle Zuwendung, Einfühlungsvermögen und, ja, auch Ehrlichkeit sind dabei die wichtigen Zutaten, die es braucht, um einen Lösungsweg zu finden.
    Diese Zutaten hast du jederzeit parat, liebe Christa und hast sie offensichtlich grade wieder erfolgreich angewendet :-)
    Alles Liebe
    Christine

  • #5

    einfachChrista (Dienstag, 21 Juni 2016 15:22)

    Liebe Roswitha, liebe Christa, liebe Christine!
    Ich danke euch herzlich für eure ausführlichen Kommentare. Jeder liest meine Texte ein bisschen anders, eben aus seiner Sicht, und das ist das Schöne daran!

  • #6

    Michi (Freitag, 15 Juli 2016 21:39)

    Super, dass ich Deinen Blog nun auch gefunden habe, und danke dir für Inkognito!
    Wie du mich kennst, passt deine Erzählung wieder sehr gut zu mir, nochmals DANKE!