Spiegelbild WECKER

Vorweg möchte ich erwähnen, dass sich Christine Novotny (www.spiegelbilder.at) im Laufe der Jahre auf technische Geräte als Spiegelbilder spezialisiert hat. Dennoch hat mir vorige Woche ein ganz gewöhnlicher Wecker etwas aufgezeigt, das mich tief berührt hat. Bei meiner Spiegelgesetz-Methode heißt es ja, dass wir es nur dann mit einem verblüffenden "Geschenk" der Selbsterkenntnis zu tun haben - falls wir das wollen natürlich - wenn uns der Anblick oder das Agieren des Spiegelbildes

 

 

ärgert ... aufregt ... wütend macht ... kurzum, wenn Emotionen hoch kommen. Bei meinem Spiegelbild WECKER war das nicht der Fall. Trotzdem habe ich seine Botschaft verstanden und dafür bin ich sehr dankbar! Es kam so:

 

Meine 93jährige Mutter hat seit längerem Probleme mit der Zeit, am meisten in der Früh. Sie wohnt in einem Seniorenheim in einem betreuten Wohnbereich. Das bedeutet, dass früh morgens die Hausschwester zu ihr kommt, um beim Anziehen zu helfen. Und damit meine Mutter deren Eintreffen nicht verpasst ... war sie viele Tage lang oft schon seit drei oder vier Uhr morgens wach! Dabei wollte ich nicht länger zuschauen und besorgte ihr einen Wecker. Dieser wurde sowohl im Geschäft auf alle Funktionen getestet, wie auch von mir selbst, bevor ich das neue Helferlein zu ihr brachte. Eingestellt auf die Weckzeit von 5:30 - das wollte sie so, meine alte Dame - und selbstverständlich auch auf die genaue Uhrzeit geprüft, verließ ich ihr Appartement mit einem wirklich guten Gefühl! Ich wusste, Mutte konnte jetzt bis halb sechs im Bett bleiben und dann in aller Ruhe und Gemütlichkeit aufstehen und auf die Schwester warten. Es kam anders.

 

Am nächsten Tag Anruf von Mutter, dass erstens der Wecker NICHT geläutet hat, obwohl sie ihn den Abend davor auf ON eingestellt hatte ... und dass zweitens auch Stunden- und Minutenzeiger stehen geblieben waren! "Das gibt`s doch nicht!" dachte ich und nahm noch am selben Tag Mutter`s Wecker mit zu mir nach Hause - ein neues Gerät wohlgemerkt! Mit neuer Batterie! Einen Tag lang und eine Nacht hatte ich ihn bei mir, den Schlingel ... die Zeiger bewegten sich im richtigen Takt ... in der Früh läutete er brav. "Aha, vielleicht war nur die Batterie nicht fest genug eingesetzt" freute ich mich und brachte das gute Stück wieder zu meiner Mutter. Einen Tag später ... Anruf von Mutter: "Du warst kaum weg, als die Zeiger wieder stehen geblieben sind und geläutet hat er auch nicht."

 

Ich glaube, dass damit vieles, vielleicht alles gesagt und aufgezeigt worden ist. Auch glaube ich, dass man nicht immer alles bis ins Kleinste entschlüsseln muss - um zu begreifen ... Aus diesem Grund erspare ich mir hier auch die vier Schritte meiner Methode, weil ich mir wünsche, dass alle, die das lesen ... begreifen ... ohne viel nachzudenken und ohne viele Worte zu gebrauchen. Manchmal genügt es wirklich, nur hinzusehen, was das Spiegelbild tut. Eine wahrhaft liebevolle Botschaft war das für mich, geschenkt von einem Wecker, damit ich mich sanft darauf einstellen kann, dass jedes irdische Leben - auch das meiner Mutter - vergänglich ist.

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Mary (Montag, 11 Januar 2016 21:03)

    Liebe Christa.... das ist wunderschön!!!! Die Uhr darf stehenbleiben- die Kontrolle aufgegeben werden, der "irdische Zeitbegriff" darf losgelassen werden!!
    Und all das in großer Liebe, Dankbarkeit- und zeitlos ewiger Verbundenheit!
    Deine Mary

  • #2

    Roswitha Rhomberg (Dienstag, 12 Januar 2016 12:18)

    Ach Christa, wie herrlich bestätigend - speziell in dieser jetzigen globalen Aufstiegsphase - daß wir immer wieder erkennen dürfen, wie gut eingebettet wir als göttlicher Funke im großen Gefüge zu jeder Zeit der Unendlichkeit sind. ... und "danke" auch von meinem Herzen, daß Du uns - über deine Spiegel-Achtsamkeit - mitbeteiligst am sehenden Lernen dabei.
    Daß das gerade über eine "Aufwachmaschine", sprich Wecker, zu Dir kam, das ist schon beachtliches Vertrauen, das da "unser lieber Chef" (wer dich kennt, weiß um diesen Audruck) schon ganz automatisch in "seinen Funken" setzt - aber du hast es ihm auch schon oft bewiesen, daß er genau so mit Dir "reden" kann, Du verstehst, dankst und fließt weiter.

    Freue mich, Dich zu kennen und über unseren Austausch ... von tierherzuherz Roswitha

  • #3

    einfachChrista (Mittwoch, 13 Januar 2016 11:42)

    Danke Mary, danke Roswitha!
    Ergänzend füge ich noch dazu, was für mich am Auffälligsten am Spiegelbild WECKER war:
    Dass der Wecker in meiner Gegenwart ganz normal funktioniert hat, sowohl im Appartement meiner Mutter, wie auch bei mir zu Hause, während er stehen blieb, wenn Mutter mit dem Wecker alleine war ...

  • #4

    Christine (Mittwoch, 13 Januar 2016 16:28)

    Liebe Christa,
    der Wecker als Taktgeber für unser Leben - er wird bei deiner Mutter einfach nicht mehr gebraucht. Es ist keine Kontrolle mehr nötig, keine Planung wofür auch immer - Vertrauen in das, was ist und was noch kommt...
    Es geschieht alles in Liebe und Geborgenheit!
    Alles Liebe - Christine