Was zum Lachen -> "TOP-SERVICE"

Zwei Transparente beziehungsweise Plakate, die mir mindestens zweimal die Woche begegnen, beschäftigen mich schon eine ganze Weile. Und weil ich mir meine frohe Stimmung erhalten möchte, werde ich diesen Artikel mit einer gehörigen Prise Humor mischen!

 

Das heute zitierte Plakat strahlt mir von einem beachtlich großen Screen entgegen, und zwar in meiner Bank-Filiale. TOP SERVICE FILIALE steht da drauf ... Hundertmal gelesen. Mit Recht fragst du dich jetzt: "Warum tut sie das? Sie muss das doch nicht machen!" Stimmt! Allerdings gibt es schon eine Ausnahme, so ungefähr ein- zweimal im Monat ... wenn ich direkt zum Kassenschalter MUSS, mit Sparbuch oder so. Der riesige TOP SERVICE FILIALE Screen befindet sich in einem - hundertprozentig von Begutachtern exakt berechneten Abstand - zur Warteschlange ... Sehr clever und sicher sehr teuer gewesen ... diese fise Berechnung, der kein Bankkunde entkommt. Weil es tatsächlich wurscht ist, ob

 

 

du als demütig wartender Trottel nur noch vier Leute vor dir hast, oder ob du noch drei vollen Schlangenlinien mit - na ja schätzungsweise 17/18 Personen - nachzäppeln musst! IMMER, tatsächlich IMMER, strahlen dir die Worte TOP SERVICE FILIALE von rechts oben entgegen! So auch mir. So auch mir als Spiegelgesetz-Ikone! (Der Name wurde mir von Leo verliehen). Wo mir doch bewusst ist, dass jeglicher Ärger immer nur mit mir selbst etwas zu tun hat!   Natürlich habe ich nachgegrübelt, was mich an diesem Plakat am allermeisten aufregt! Kurzum ist hier meine Antwort, ganz ohne Spiegelgesetz und völlig ohne Entschlüsselung. Ich halte es für eine bodenlose Frechheit, langjährige, treue Kunden für blöd verkaufen zu wollen! Es ist nämlich KEIN TOP SERVICE von dieser Filiale, wenn es - so wie letzten Donnerstag - geschlagene 27 Minuten gedauert hat, bis ich die überaus freundlich gesprochene Floskel hörte: "Wie wollen sie denn das Geld?"

Ach ja, fast hätte ich es vergessen. Meine TOP SERVICE FILIALE besitzt 3 Kasssenschalter. DREI. Einer davon ist besetzt, selten zwei - und wenn überhaupt nur dann, weil die Warteschlange bis zum Außenportal reicht! Ja auch das habe ich schon erlebt, und es war nicht der Erste des Monats! Wobei zu erwähnen ist, dass damals eine junge Praktikantin in Ausbildung zu den genervten Kunden geschickt wurde, um Fragen zu stellen: "Kann ich ihnen helfen?" oder " Kennen Sie sich aus?" oder zu einer Frau mit Krücke "Bitte nehmen Sie so lange hier Platz", worauf die Dame antwortete bevor sie zentimeterweise weiterhumpelte: "Nein, lieber nicht. Sonst geht wer vor. Es geht schon irgendwie ..." Am liebsten wäre ich eingeschritten, das geht mir immer so bei Ungerechtigkeiten, hielt mich aber zurück. Wahrscheinlich deswegen, damit sich niemand vor mich schlängeln konnte...

 

Bei meinem letzten Sauna-Besuch kam irgendwie ein Gespräch auf die Banken, so auch auf das Warten und auf das Nervige daran.


Da sprudelte es plötzlich aus einer verschwitzten Dame heraus: "Da hams eh no a Glück in ihrer Filiale! Bei meiner Bank muass i a Nummer ziagn, wie beim Doktor, wissen`s? "Wie bitte!?" entfuhr es mir. "I hob immer die Gratiszeitung mit, wissen`s! Des kennten`s a mochen. Oder hams eh an Computa?"

 

Ja ich habe einen. Trotzdem erwarte ich mir von meiner Bank, dass ich auch ein Sparbuch haben darf, von dem ich bisweilen beim Schalter etwas einzahlen oder abheben will! Noch dazu, wenn es sich um eine TOP SERVICE FILIALE handelt! Und Punkt.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Roswitha Rhomberg (Samstag, 02 September 2017 17:11)

    ... wen wundert das Wunder, daß jemanden noch etwas wundert ? ... mit Banken, die Geld aus der Luft, bzw. mit einem Klick erschaffen - wie es unser lieber Prof.Hörmann schon seit Jahren verkündet und beschreibend beweist - darin spiegelt sich wohl am besten unsere gute alte KopfpolsterBank, auf der wir sitzen und nach innen gehen können anstatt zur Top(f)ServiceZentrale ...

  • #2

    Christa Maly-Zach (Montag, 04 September 2017 19:44)

    Also zuerst einmal muss ich Dir sagen, liebe Christa, dass ich Deinen neuen Titel "Spiegelgesetz-Ikone" einfach genial finde. Ein dreifaches Hoch dem Leo, - wer immer das auch sein mag. Na, vielleicht erfahre ich es noch. Diese liebevolle und wertschätzende Bezeichnung für Dein tolles Sein trifft's auf den Punkt: Du bist DIE Spiegelgesetz-Ikone.
    So und nun zu den Banken. In meiner fast 40 jährigen Selbständigkeit war ich Kunde von sämtlichen, existierenden Großbanken. CA-BV, Z, Länderbank, Bank Austria, Erste Bank, BAWAG, Volksbanken - und sie können mir alle gestohlen bleiben. Denn einen Kundenservice gibt es nicht mehr. Ich will mich nicht mit "George" unterhalten, sondern mit meinem Betreuer. Punkt. Ich habe für mich den Ausweg aus dieser Misére gefunden. Ich bin Kundin von kleinen, feinen Banken. Dazu zähle ich die BKS (Bank für Kärnten und Steiermark), die Oberbank und die Bank für Tirol und Vorarlberg. Hier wird Kundenservice noch groß geschrieben. Diese Banken eröffnen Filialen, um dem Kunden näher zu sein und schließen keine Filialen, so wie es die genannten Großbanken tun. Mein Geschäftskonto habe ich bei der BKS, Renngasse und mein Privatkonto habe ich beim WSK (Wiener Spar- und Kreditinstitut), das ein noch kleineres Bankinstitut ist. In der Filiale Gentzgasse habe ich jederzeit mindestens drei Berater, die mir immer zur Verfügung stehen. Sollte es eine Wartezeit geben, so dauert diese maximal fünf Minuten. So, jetzt habe ich eine Lanze für die kleinen, feinen Banken gebrochen und das ist gut so. Macht es mir nach und werdet KundInnen der kleinen, feinen Banken.

Christa Kössner

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